Vita

Die in Südkorea geborene Künstlerin, die seit 1970 in Berlin und München lebt, hat über den eigenen Lebensalltag hinaus die Auseinandersetzung mit der Begegnung verschiedener Kulturen zu ihrem persönlichen Anliegen gemacht.

Nach ihrem Psychologie-Studium mit einem Schwerpunkt in der interkulturellen Familientheorie und einer langjährigen Tätigkeit im Bereich der Krisenintervention wurde ihr Interesse an der Kunsttherapie geweckt, das sie letztlich zur Malerei hinführte. Der auf diese Weise schon frühzeitig geprägte Blick für Spannungsverhältnisse drückt sich in ihren Werken durch die konfrontative Verwendung der Materialien, vor allem bei der Collage, ebenso aus wie durch die mit Konflikten aufgeladene Zusammenführung unterschiedlicher Stilelemente, die sowohl der europäischen abstrakten Malerei entstammen als auch der ostasiatischen Tradition.

Konflikt und Konfrontation werden dabei im Zuge der fortschreitenden Bearbeitung der Bilder auf harmonische Weise aufgelöst, ohne freilich die ursprüngliche Spannung vollständig zu unterdrücken oder zum Verschwinden zu bringen. Diese bleiben vielmehr in den unteren Farbschichten immer präsent und erinnern dadurch an das utopische Moment in jedem Bemühen um Versöhnung der Differenz, das in der Rezeption des Werkes jeweils positiv gewendet werden soll. Young-Ja Zimmermann wurde ausgebildet unter dem Einfluß von Prof. Ferenc Jadi und Rebecca Uhlig (Berlin) sowie Franz Hitzler (München), vor allem aber bei Alfred Darda (München).

Sie ist Mitglied der Gedok Berlin und im Münchener Künstlerhaus.

Bilder von ihr sind als Illustration in den Geburtstagsband für Ingeborg Bachmann, den Gedenkband für Isabel Eberhardt (beide bei Lidi-Europedition, Berlin) und als Titelbild von “Twenty Questions About a Unified Theory of Information” (Litchfield Park, Az) von Wolfgang Hofkircher aufgenommen worden.

Sie hat Ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In-und Ausland unter Anderen in München, Berlin, Wien, Salzburg, Seoul, Shanghai und Wuhan gezeigt.